
Was bedeutet KindSein überhaupt?
Voneinander und miteinander leben, lernen und lachen
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Lebe unbeschwert – wie ein Kind!
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Was können wir Erwachsenen von Kindern lernen?
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Kinder sind kleine, wundervolle Menschen, die uns oft auf ganz besondere Weise berühren. Wenn wir einem Kind beim Spielen zuschauen oder einem Baby in die Augen blicken, können wir etwas spüren, das uns im Laufe unseres Lebens manchmal verloren geht: Natürlichkeit, Leichtigkeit, Neugier und unmittelbare Freude am Leben.
Kinder entdecken die Welt. Sie probieren aus, stellen Fragen, staunen, lachen und beginnen immer wieder von Neuem. Sie gehen an Herausforderungen heran, ohne bereits zu wissen, ob etwas gelingen wird. Sie dürfen Fehler machen, ausprobieren, umdenken und ihren eigenen Weg finden.
Und genau darin können sie auch unsere Lehrer sein.
Natürlich lernen Kinder von uns. Sie erwerben Sprache, entwickeln soziale Fähigkeiten, lernen Regeln kennen und sammeln Wissen über die Welt. Doch Lernen ist niemals einseitig. Wir sind im Leben gleichzeitig Schüler und Lehrer.
Wenn wir Kindern aufmerksam begegnen, können wir von ihnen lernen, wieder mehr im Moment zu sein, neugierig zu bleiben, Freude zu empfinden und Dinge manchmal mit etwas mehr Leichtigkeit anzugehen.
Kinder erinnern uns daran, dass Entwicklung nicht immer geradlinig verlaufen muss. Dass wir ausprobieren dürfen. Dass ein Umweg manchmal zum Ziel führt. Und dass wir nicht alles perfekt können müssen, bevor wir beginnen.
Die Welt mit Kinderaugen betrachten
Kinder bringen eine besondere Perspektive in unsere Welt. Sie zeigen uns, wie wertvoll Fantasie, Mut, Neugier und Unbeschwertheit sind.
Astrid Lindgrens Geschichten haben mich dabei besonders inspiriert. In „Karlsson vom Dach“ erlebt Lillebror Abenteuer mit Karlsson, dem selbsternannten „besten Karlsson der Welt“. Lillebror ist eher schüchtern und unsicher, während Karlsson mutig, fantasievoll und manchmal ziemlich eigenwillig ist. Durch ihre Freundschaft gewinnt Lillebror zunehmend Mut und Selbstvertrauen.
Astrid Lindgrens Geschichten erzählen von Kindern, ihren Abenteuern, ihrer Fantasie, ihrem Mut und ihrem Gerechtigkeitssinn. Gleichzeitig halten sie uns Erwachsenen einen kleinen Spiegel vor. Sie erinnern uns daran, dass Kinder die Welt manchmal anders sehen – und dass gerade darin eine große Bereicherung liegt.
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Ein Ort für jedes Kind
Diese Haltung möchte ich auch in meiner Kindertagespflege leben.
Ich möchte einen anregenden, wertschätzenden und inklusiven Ort schaffen, an dem jedes Kind unabhängig von seinen persönlichen, sozialen oder körperlichen Voraussetzungen die Möglichkeit erhält, sich individuell zu entwickeln und seine eigenen Fähigkeiten zu entdecken.
Ein Ort, an dem Kinder Gemeinschaft erleben und gleichzeitig lernen dürfen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Ein Ort, an dem wir miteinander, voneinander und füreinander lernen.
Vielfalt sehe ich dabei nicht als Herausforderung, die überwunden werden muss, sondern als Bereicherung. Jeder Mensch bringt eigene Erfahrungen, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Perspektiven mit. Genau diese Unterschiedlichkeit macht eine Gemeinschaft lebendig.
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Familie gehört dazu
Für mich endet pädagogische Arbeit nicht beim Kind. Kinder und ihre Familien gehören zusammen.
Deshalb möchte ich nicht nur das Kind betrachten, sondern die Familie als Ganzes verstehen. Denn wenn es den Eltern gut geht, wirkt sich das auch auf die Kinder aus.
Eltern tragen im Alltag viel Verantwortung und stehen häufig zwischen Beruf, Familie, eigenen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Erwartungen. Deshalb ist es mir wichtig, auch Eltern Raum zu geben, sie zu entlasten und ihnen wertschätzend und partnerschaftlich zu begegnen.
Ich bin überzeugt, dass eine gute und gelingende Begleitung von Kindern auch davon abhängig ist, dass ihre Bezugspersonen Unterstützung erfahren, ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und eine gesunde Balance zwischen Familie und anderen Lebensbereichen finden können.
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„It takes a village to raise a child.“
Dieses afrikanische Sprichwort beschreibt sehr schön, woran ich glaube:
Kinder brauchen eine Gemeinschaft.
Eine Gemeinschaft, in der Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.
Genau ein solches kleines „Dorf“ möchte ich gemeinsam mit den Familien aufbauen – einen Ort, an dem Kinder Vertrauen, Wärme und Geborgenheit erfahren und an dem Eltern sich gut aufgehoben und unterstützt fühlen.
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Ein paar Worte über mich
Mein Name ist Stephanie-Julia Helten.
Ich bin gelernte Erzieherin, habe Erziehungswissenschaft studiert und bringe viel Erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien mit.
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Nun möchte ich einen Ort schaffen, an dem Füreinander und Miteinander nicht nur Worte sind, sondern täglich gelebt werden.
Einen Ort, an dem Kinder Kind sein dürfen.
Einen Ort, an dem sie lachen, spielen, entdecken, wachsen und lernen können.
Und einen Ort, an dem wir Erwachsenen uns immer wieder daran erinnern dürfen, was Kinder uns zeigen:
Freude. Mut. Neugier. Leichtigkeit. Und die Fähigkeit, das Leben mit offenen Augen zu entdecken.
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